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Archiv für den Monat April 2008

Nachts im Miethaus die II.

Manchmal wiederholen sich Dinge, auf die man gut verzichten kann.

Gerade mal 8 Tage und Nächte war Ruhe im Haus (zumindest nachts und zumindest dann, wenn wir da waren) – selbst Karl-Heinz unter uns feierte keine Partys und es zog kein süßlicher Geruch von ihm hoch durch unser Fenster – da ging es glatt wieder los.

Zumindest ließ man uns gestern bis 4:23 Uhr schlafen. Auf dem Weg zur Pipibox ging es los – schlaftrunken und bemüht, nicht allzu wach zu werden vernahm ich plötzlich lautes Stimmengewirr – Ortung der Quelle noch unklar. Zuerst hatte ich – ich gestehe – Karl-Heinz im Verdacht, aber ein Blick aus dem Fenster auf die Grünfläche hinterm Haus verriet mir, dass es bei Karl-Heinz dunkel war und er nicht der Übeltäter sein konnte. Also kamen nur die Mieter über uns in Betracht.

Zurück im Bett wurde es lauter und bald war ich mir sicher: Da läuft der Fernseher. Und wenige Augenblicke später war klar: Da guckt jemand „La Boum II – Die Fete geht weiter“ – ich kenne den Film aus Teenietagen noch in- und auswendig. Und es war derart laut, dass ich die Dialoge mitsprechen und entsprechenden Szenen zuordnen konnte.

Mit Schlafen war es da bereits vorbei. Schatzi war mittlerweile auch wach – der arme Kerl tut mir so leid, weil meine Schlaflosigkeit hin und wieder nicht spurlos an ihm vorbei geht.

Aber er ist auch ein Held, mein Held, nä?!

Kurze Zeit später – ich war bereits am Wandeln durch die Wohnung – zog er sich Jogginghose und T-Shirt an, um den Übeltäter ausfindig zu machen und ihn anzusprechen – mittlerweile konnte auch er, der damit so gar keine Probleme zu haben scheint, nicht mehr einschlafen.

Mein Verdacht war ja, dass da gar niemand zu Hause sei, und das Haustier (vermutlich ein Hund) die Fernbedienung unter seine Pfoten bekommen hat. Der Verdacht erhärtete sich, als auf Schatzis Klingeln, das ich bis zu uns hörte, niemand öffnete.

Was nun?

Anhand der Szenenzuordnung durch Dialogverfolgung war klar, dass der Film noch eine ganze Weile laufen würde.

Was macht man in so einer Situation?

Die Hausmeisterin rausklingeln? Die Dame auch noch wach machen? … Nein, keine gute Idee – letztlich kann sie ja auch nichts ausrichten, wenn offensichtlich niemand die Tür öffnet.

Was, wenn da was passiert ist?

Nach dem Beziehungskrach in der letzten Woche ist das ja nun auch nicht auszuschließen. Was wenn ER es nun doch bereut hat? Was, wenn ER sich betrunken und tief in seine Depression gezogen hat? Was, wenn ER sich was angetan hat? Die äußeren Anzeichen – laute Musik oder lautes Fernsehen (damit man den Stuhl nicht kippen und das Röcheln nicht hört) sind SO unüblich nicht für Suizidanten.

Schatzi und ich sind sonst lange nicht so, aber in dieser Situation wußten wir uns nicht anders zu helfen, als morgens kurz nach 5 Uhr die Polizei anzurufen, um zu fragen, wie wir uns verhalten sollen.

„Wir kümmern uns darum!“

Keine 10 Minuten später hörten wir auch schon ein Tatü-Tata auf der Straße. Klingeln an unserer Tür, kurzes Abfragen des Sachverhaltes. Klingeln an der Wohnungstür über uns – lautes Klopfen – nochmaliges Klingeln – und siehe da – die Tür wurde geöffnet und es kehrte tatsächlich Stille ein.

Während ich danach wider Erwarten relativ schnell eingeschlafen bin, war für Schatz die Nacht zu Ende – Herzlichen Glückwunsch!

Ich vermute mal, dass – wenn überhaupt – nur ein geringer Anteil der Nachbarschaft das nächtliche Treiben – insbesondere das Eintreffen der Polizei – mitbekommen hat, aber nun weiß es trotzdem das ganze Haus, denn die Übeltäter beschwerten sich durch öffentlichen Aushang darüber, dass man derartige Dinge doch auch friedlich in einem persönlichen Gespräch klären könnte, ohne gleich die Polizei zu rufen.

Sie belieben vermutlich zu scherzen!

Wie soll man es denn nachbarschaftlich durch ein persönliches Gespräch klären, wenn niemand die Tür öffnet? (Und damit auch das gleich noch jeder weiß, haben wir genau diese Antwort darunter geschrieben!)

Kein Wort der Entschuldigung – also kein bisschen Selbsteinsicht. Stattdessen so dämlich, einen öffentlichen Aushang zu machen, dass es ja das ganze Haus weiß … „Bei … war heute Nacht die Polizei, weil sie Krach gemacht haben!“

Bei manchen Menschen reicht das Hirn echt nicht von jetzt bis gleich *koppschüttel*

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Ein Kommentar

Verfasst von - 18. April 2008 in Beobachtungen

 

Nachts im Miethaus

Manchmal, wenn man gerade friedlich von der Phase des Einschlafens hinüber wandert in die unendlichen Tiefen des erholsamen Schlafes (und man durchaus froh darüber ist), kann es passieren, dass man durch ein Geräusch unsanft zurückgeholt wird in die reale und wache Welt (worüber man weniger erfreut ist) und danach für Stunden nicht wieder einschlummern kann.

Ein Phänomen, das ich von Zeit zu Zeit an mir selbst beobachten kann.

Das Schlimme daran ist ja nicht, das ich erst einmal wieder wach bin.

Als wirklich schlimm empfinde ich den Umstand, dass ich, wenn ich aus meiner Einschlafphase erweckt werde, für mindestens zwei Stunden nicht wieder einschlafen kann – und dabei kann ich noch so müde sein.

Neulich erst – in der Nacht von Sonntag auf Montag – wurde ich, nachdem ich mich gegen 1:30 Uhr endlich auf den Weg ins Land des Lächelns machte, durch einen Disput in dem über unserem gelegenen Schlafzimmer geweckt. Also, der Disput an sich war es wohl nicht – entweder ist jemand mit Anlauf ins Bett gesprungen oder irgendetwas ist zu Boden gefallen (den Disput oder die Diskussion – was auch immer es war – bekam ich erst mit, als ich schon wach war).

Damit war es erstmal vorbei mit dem Einschlafen.

Nachdem ich mich eine Stunde hin und her gewälzt hatte, entschloß ich mich, etwas frische Luft zu schnappen und am geöffneten Fenster ein Zigarettchen zu rauchen – so zur Beruhigung der Nerven und so.

In der Wohnung unter uns feierte Karl-Heinz noch immer ausgelassen mit seinen Freunden.

Das für sich ist auch nichts wirklich Neues, aber Helga Hahnemann und ihr „Hier kommt die Süße“ ging als Musikauswahl irgendwie gar nicht. Keine Ahnung, ob er da eine Schlager-Move-Vorbereitungsparty steigen ließ.

Ist ja auch egal!

Zurück im Bett wälzte ich mich noch eine geschlagene Stunde hin und her – immer darauf bedacht, meinen neben mir liegenden und friedlich schlummernden Schatz nicht zu wecken (er mußte schließlich am nächsten Tag früh raus und zur Arbeit) – bis ich dann irgendwann gegen 4 Uhr morgens da weiter machen konnte, wo ich gute 2 Stunden vorher aufgehört hatte.

Letzte Nacht war’s dann aber wenigstens mal richtig interessant:

Es begann wie in der Nacht auf Montag – gegen 23:00 Uhr nur schon etwas früher.

Gleiches Szenario – ich war auf dem Weg ins Land ewiger Jugend und Glückseligkeit, als mich wieder Gepolter aus der Wohnung über uns unsanft zurück holte.

Dieses Mal war es aber ein wirklicher und ausgewachsener Disput. Und nicht genug, dass nur wir in unserem Schlaf gestört wurden, verlagerte sich der Disput auch noch ins Treppenhaus – vermutlich weil es so schön schallt und dem Streit so eine dem Anlass entsprechende Kulisse bietet.

Das erste, was wir deutlich vernahmen war ein: „Mach, dass du rauskommst, aber schnell!!!“

Dann flog Porzellan (vermutlich kein Meißner).

Die folgende laute „Konversation“ wurde vom Schall geschluckt. Irgendwas war’s mit: „Du Hurensohn …“

Dann ein *rums* und die Haustür fiel ins Schloß.

Wie, das war’s schon? … Zugabe … Zugabe … Zugabe …

Die Haustür öffnete sich wieder und eine mit Katzenjammer gefüllte und dennoch laute Stimme erschallte im Hausflur: „Das wird dir noch leid tun! Das wirst du bereuen! Wart’s nur ab! Hörst Du?!“

Mittlerweile war mindestens die Hälfte der Nachbarschaft wach und im Treppenhaus. Von der Nachbarin vernahm ich nur ein: „Hallo? geht’s noch? Ich mach hier mit meinem Sohn Hausaufgaben!“

Hä? Nach 23:00 Uhr noch Hausaufgaben? Der Knirps ist maximal in der 4. Klasse …

Na, tolle Nachbarschaft hast du hier, mein Schatz *koppschüttel*

Sicherlich, mein Nachbar trinkt auch gerne mal einen über den Durst. Das tut er dann aber ausserhalb und wenn er dann geschlagene 20 Minuten vor seiner Wohnungstür steht und versucht, Schlüssel und Schlüsselloch miteinander zu vereinen, verhält er sich zumindest ruhig.

Um es noch kurz zu beenden: Der Mann der Hausmeisterin, die mit im Haus wohnt, mischte sich dann noch ein. Allmählich wurde es im Treppenhaus auch wieder ruhiger. Über uns noch kurzzeitig etwas lautere Musik und dann war es wieder im ganzen Haus still. Bei Karl-Heinz brannte noch Licht, aber wenigstens ohne Hintergrundbeschallung.

Und – oh Wunder – ich brauchte nicht einmal meine obligatorischen 2 Stunden, um wieder in den Schlaf zu finden.

Ich summte ein Lied vor mich hin und während ich versuchte, mich an den Text zu erinnern, hab ich den Übersprung dann wohl geschafft.

Jetzt kann ich das Lied auch wieder:

 
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Verfasst von - 10. April 2008 in Beobachtungen

 

Traum-Stöckchen

Danke liebe Marie für die Retourkutsche.

Hol das Stöckchen! Hol’s!

Nach D E R Nacht kann es ja beinahe nicht passender kommen!

Das Traum-Stöckchen

1.) Kannst Du Dich oft an Deine Träume erinnern?

Wow!!! Was für ein philosophischer Einstieg, denn die Frage müßte richtig lauten: Will ich das überhaupt?

Auf beides kommt die gleiche Antwort: Hin und wieder schon. Meistens aber nicht.

2.) Erinnerst Du Dich gerne an Deine Träume?

Und noch mal: Hin und wieder schon. Kommt ja auch immer darauf an, was ich geträumt habe.

3.) Sind Deine Träume oft eher positiv oder negativ?

Sowohl als auch, so ich mich überhaupt an sie erinnern kann.

4.) Ist schon mal einer Deiner Träume wahr geworden?

Ich bin noch nicht tot – diese Träume also nicht.

Die, in denen ich in irgendwelche Löcher trete oder Treppen herunter falle, schon des öfteren.

Der Traum, in dem ich aus dem Fenster gefallen bin, ist auch noch nicht wahr geworden – kann ich auch gut drauf verzichten – das gäbe so häßliche Flecken.

5.) Fürchtest Du Dich vor Deinen Träumen, wenn Du z.B. vorher einen Horrorfilm gesehen hast oder Dich schlechte Gedanken vorm Einschlafen bedrücken?

Hm, wie ist die Frage gemeint?

Ob ich mich vorher schon fürchte? Also bevor ich einschlafe?

Nö – woher soll ich auch wissen, was ich später träume?

Und ansonsten:

Bei Horrorfilmen schlafe ich grundsätzlich ein – da bleibt keine Zeit mehr, mir Gedanken über meine Träume der bevorstehenden Nacht zu machen.

Und wenn mich schlechte Gedanken vor dem Einschlafen bedrücken, schlafe ich erst gar nicht ein, kann also auch gar nicht erst träumen.

6.) Träumst Du eher lange Träume oder nur kurze „Ausschnitte“?

Was weiß ich?

al kommen sie mir elendig lang vor und wenn ich aufwache hab ich erst 5 Minuten geschlafen.

Manchmal denke ich, nur kurz geträumt zu haben und hab dann doch die ganze Nacht durchgeschlafen.

Ich gucke während während ich träume grundsätzlich nicht zur Uhr.

7.) Erzählst Du Deinen Mitmenschen von Deinen Träumen, weil sie Dich z.B. bewegen, oder schweigst Du darüber, weil Du Träume für unwichtig hältst?

Das kommt auch auf den Traum an. So ich mich erinnere und mich der Traum beschäftigt, erzähle ich davon, ansonsten schweige ich.

8.) Hast Du schon mal in einem Traumdeutungsbuch nachgeschaut, was Deine Träume bedeuten?

Ich habe gar kein Traumdeutungsbuch!

9.) Wenn ja, fandest Du die Erklärung(en) glaubhaft oder schwachsinnig?

s.o.

10.) Wenn es möglich wäre, dass andere Deine Träume sehen können, würdest Du das erlauben?

Binsch blöd oder wat?

11.) Hast Du schon mal etwas geträumt und nach dem Du aufgewacht bist, konntest Du das Geträumte noch „fühlen“?

Jupp!

Ich bin gerannt, bin aber – wie kann es anders sein – nicht von der Stelle gekommen.

Ein Schuß!

Treffer!!!

Genau in meinen Rücken. Logischerweise (im Traum kann ich tatsächlich logisch denken) bin ich auf den Bauch gefallen. Dann hab ich gespürt, wie das Leben durch das Einschußloch meinen Körper verläßt.

Ich bin dann auf dem Bauch liegend aufgewacht und fühlte mich irgendwie ein bissi wie leer.

12.) Bist Du schon mal schlafgewandelt?

Sie meinen so …???

 

Nein, jedenfalls nicht, dass ich wüßte.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bin ich aber schon mal schlafgewandelt – nur halt nicht so (ich schlafe nicht mit Mütze und ich hab bereits elektrisches Licht).

Man selbst weiß so was ja für normal nicht, aber ich kann mich an ein Erlebnis erinnern, das darauf schließen läßt, dass ich schlafgewandelt sein muß.

Ich hab abends beim Einschlafen noch überlegt, ob ich meinen Abwasch noch mache oder eben nicht und hab mich für letztere Alternative entschieden. Dessen bin ich mir ganz sicher! Ich hasse abwaschen!!!

Morgens betrete ich schlaftrunken meine Küche, setze mir einen Kaffee auf und wie mein Blick so durch die Küche wandert, bemerke ich, dass irgendetwas anders ist als am Abend zuvor. Kein dreckiges Geschirr mehr in der Spüle.

Meine Hündin hatte so kurze Beine, dass sie nicht einmal ansatzweise die Spüle erreichen konnte (und wenn doch, dann wären eher die Leckerli auf der Arbeitsplatte neben der Spüle restlos vertilgt gewesen) und sonst war außer mir niemand in der Wohnung.

Also entweder spukt’s bei mir oder ich bin schlafgewandelt und habe meinen Abwasch selbst gemacht.

Da ich nun aber kein spirituell veranlagter Mensch bin, schließe ich Variante 1 (Spuk im Hochhaus) aus.

13.) Hast Du schon mal im Traum bemerkt, dass Du nur träumst?

Ich merke schon im wachen Zustand selten was.

Und nachts pflege ich mein Hirn auf Sparflamme herunter zu drehen und denke nicht weiter über das, was in meinen Träumen passiert, nach … erst recht stelle ich das, was mein Unterbewußtsein da fabriziert, nicht in Frage.

Also: NEIN!

14.) Kannst Du manchmal Deine Träume steuern und dann tun und lassen, was Du willst?

Ich verweise auf Antwort Nr. 13!

Außerdem: Was wären das denn dann bitte noch für Träume??? *koppschüttel*

15.) Erzähl uns von Deinem schlimmsten Alptraum!

Das war meine Beerdigung – vom Gefühl her war der aber nicht schlimm.

Das Geheuchel an meinem Grab war schlimm – und wer da alles da war … nein, darüber will ich gar nicht weiter nachdenken.

Ich hab auf dem Grabstein vom Grab nebenan gesessen, meine Beine baumeln lassen und dem Treiben amüsiert zugesehen. Und als der ganze Trubel beendet war, hab ich nochmal auf meinem Leichenschmaus vorbei gesehen, das Glas erhoben und „Tschüß!“ gesagt. Und dann bin ich gegangen – wohin auch immer.

So und nicht anders hätte ich das gerne!

16.) Erzähl uns Deinen schönsten Traum!

Ich fand den eben beschriebenen Traum eigentlich schon schön.

Aber gut – mein Repertoire ist noch nicht erschöpft.

Nachdem meine Hündin gestorben ist, hab ich öfter von ihr geträumt, wie sie mich nachts besucht, mir zeigt, wie schön sie es hat, wenn sie auf einer grünen Wiese herum tollt und mit ihrem Ball spielt.

Die Träume fand ich schön.

Leider wurden ihre nächtlichen Besuche immer seltener und kommen jetzt gar nicht mehr vor.

Naja, ist ja auch schon 5 Jahre her, dass sie gestorben ist.

17.) Kannst Du gut schlafen, wenn jemand anderes neben Dir im Bett liegt?

Kommt ja auch immer darauf an, wer da neben mir liegt, nä?

Mittlerweile ist es so, dass ich wohl nicht gut schlafen würde, wenn jemand bestimmtes NICHT neben mir läge.

An dieser Stelle mal einen dicken fetten Knutscher rüber wandern lass …

Hey, so viel Zeit muß sein – ich mache ja schon weiter.

18.) Gibt es eine Sache/Person/Tier/etc., von der Du besonders häufig träumst?

Nö! Jetzt nicht mehr.

19.) Hat Dich schon mal ein Traum den ganzen Tag gedanklich beschäftigt?

Jupp, und zwar genau die Träume, die ich hier näher beschrieben habe.

20.) Träumst Du nur nachts oder bist Du auch ein(e) Tagträumer(in)?

Die Tatsache, dass ich noch am Leben und nicht vor ein Auto gelaufen bin, bestätigt, dass ich tagsüber nicht träume, es sei denn ich gönne mir den Luxus eines Mittagsschläfchens.

Genug geträumt!!!

Draußen scheint die Sonne!!!

Und bevor ich mich wieder in die Nesseln setze und die Geister, die ich rief, nicht los werde, schmeiße ich das Stöcken mal einfach drauf los. Wer will darf apportieren!

 

Wäre ich – Stöckchen

Manchmal gibt es so Tage, an denen man nicht so recht in die Puschen kommt.

Heute ist mal wieder einer dieser Tage.

Ich müßte eigentlich zum Friseur, damit ich morgen zum Vorstellungsgespräch nicht verwahrlost aussehe, aber mir graut’s bissi davor, weil mich die Friseuse beim vorvorletzten Mal derart verhunzt hat, dass mich die Kollegen schon ansprachen und fragten, ob das denn so eine gute Entscheidung mit der neuen Frisur gewesen sei *grummel*

Früher bin ich total gerne zum Friseur gegangen, weil ich mich da immer so herrlich entspannen konnte, momentan ist es mehr so das notwendige Übel – und so etwas schiebt man ja gerne vor sich her, nech?

Während ich mich so drücke, bin ich beim Stöbern im www auf dieses nette

Wäre ich … – Stöckchen

gestoßen.

Und los geht’s:

Wäre ich …

… ein Monat
April … der weiß nicht, was er will

… eine Tageszeit
der Morgen … nur der frühe Vogel fängt den Wurm

… ein Planet
Saturn … Augen- und Speckringe bereits vorhanden

… ein Meerestier
Qualle … hübsch anzusehen, aber nichts zum Anfassen

… eine Richtung
Norden … wie sich das für ein Nordlicht gehört

… ein Möbelstück
Barhocker … immer bissi wackelig

… eine Sünde
Häresie … zur Apostasie reicht’s dann doch nicht

… eine historische Figur
Kapitän der Titanic … den Eisberg hätte ich auch erwischt

… eine Flüssigkeit
Mumm extra dry … ist lecker

… ein Stein
Gallenstein … die können herrlich nerven

… ein Baum
Magnolie … nicht aus Stahl

… ein Vogel
Meise … hab ich schon

… ein Werkzeug
Bohrer … ich kann es manchmal nicht lassen

…eine Blume
irgendwas weißes … eine Lilie vielleicht

… ein Wetter
warmer Landregen im Sommer

… ein mythisches Wesen
Wicht … die sind so süß – naja, sie können, müssen es aber nicht sein

… ein Musikinstrument
rostiges Sägeblatt … ich bin komplett unmusikalisch

… ein Tier
sind Quallen und Meisen keine Tiere? … der Elefant im Glasladen

… eine Farbe
Rot … ganz klar und ohne Zweifel

… ein Gemüse
Rotkohl … ist nur logisch

… ein Geräusch
*polter* … wenn ich mal wieder die Treppe runterrausche

… ein Element
Erde … weil ich gerne die Hände reinstecke

… ein Auto
Ente … I fly bleifrei!

… ein Lied
Teddybär … zum Sprechgesang eigne ich mich grad noch so

… ein Film
The Fog … bissi undurchsichtig und wenn sich der Nebel lichtet, kommt das Grauen zu Tage

… eine Schauspielerin
Diane Keaton … die ist so herrlich schrullig

… ein Schauspieler
ein Mann … is klar, nä?

… ein Buch
Duden … Worte ohne Ende

… eine Religion
irgendwas zwischen Protestant und Buddhist

… ein Wort
nur eins?

… ein Körperteil
Problemzone … damit kenn ich mich aus (Ich habe keine Problemzonen, ich bin eine!)

… ein Gesichtsausdruck
wirr … denn wirr ist irr

… ein Schulfach
Chemie … wegen der vielen Versuchsreiehen, außerdem knallt und stinkt es

… eine Cartoonfigur
Troubadix … ich kann den armen Kerl sooooooo gut verstehen

Und Euch werfe ich das Stöckchen zu:

Marie … Damit Du ein wenig Ablenkung bekommst und deine Schreibunlust überwindest!

Mandy … Laß dir Zeit und koch Dir nur erstmal einen Kaffee!

Aussi … Etwas gegen die Langeweile!

Milly … Damit du auch mal wieder was schreibst!

Jörg … Damit Du mal bissi Abstand von Deiner Waage bekommst!

 

Das letzte Abenteuer – Parkhaus

Manchmal stellt man sich schon die Frage, ob es nur der Herdentrieb ist oder die Leute mit dem Schreiben ihres Einkaufszettels ihr Hirn für den Rest des Tages in den Schlafmodus versetzen – wobei das natürlich ein tiefer Schlaf sein muß.

Samstag – 12.00 Uhr – in Deutschland – Tatort: Einkaufscenter.

Error – Error – Error – No Bytes Free – System Overloaded

Da hat so ein Parkhaus immerhin 4 (in Worten: V I E R) Parkebenen, und alle Einkaufswilligen versuchen tatsächlich, auf der ersten Ebene einen Parkplatz zu finden – und dabei ist schon von draußen ersichtlich, dass zumindest ab Ebene 3 jede Menge freie Parkplätze zur Verfügung stehen.

„Ich will aber ins Kaufland auf Höhe der ersten Etage!“

„Und Sie meinen, Sie müssen – wenn Sie auf Ebene 3 parken – den Einkaufswagen auf Ihrem Rücken die Treppen bis dorthinauf tragen? Was meinen Sie, wozu es einen Fahrstuhl gibt (nein, es sind sogar 6 an der Zahl), der/die so groß ist/sind, dass mindestens drei Einkaufswagen samt Einkäufer hineinpassen? Und was meinen Sie, wozu die Ebenen 3 und 4 gebaut wurden, obwohl auf diesen Ebenen gar keine Geschäfte mehr sind?“

Egal wie auch immer – jeder WILL auf Ebene 1 parken. Irgendwann sind da aber alle Parkplätze voll – dass dies sogar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so ist, erkennt man auf den ersten Blick, aber es könnte ja sein, dass gerade jemand aus einer Parklücke fährt. Es könnte immerhin sein …

So staut sich dann der gesamte nachfolgende und  ins Parkhaus ströhmende Verkehr, aber egal: „Ich will unbedingt in Ebene 1 parken!!!“

Und wie wir so in der Einfahrt stehen, warten, bis Miss Eppendorf in die Parklücke einfahren kann, die Opa Müsch grade verläßt – der eine genausowenig des Ausparkens wie die andere des Einparkens mächtig –  uns ungläubig und fragend anschauen, entdecken wir, wie der Pkw vor uns, der Stoßstange an Stoßstange zu seinem Vorgänger unter der geöffneten Schranke steht, diese passiert und noch nicht einmal ein Ticket gezogen hat.

Ich versuche erst gar nicht zu verleugnen, dass uns die Schadenfreude überkam – der wird noch jede Menge Spaß beim VERLASSEN des Parkhauses haben, denn ohne Ticket geht das nicht. Bei Verlust eines Tickets sind glatte 15 EUR fällig.

„Ich hatte aber gar kein Ticket.“

„Ja nee, is klar, und mein Name ist Hase, ich weiß von nix!“

 

Heute verkaufsoffener Sonntag in Hamburg. Wir müssen wieder in eben dieses Parkhaus, weil meine bessere Hälfte nunmal in dem angeschlossenen Einkaufszentrum arbeitet.

Das Centermanagement hat reagiert und zusätzliches Personal angeheuert.

Bereits bei der Einfahrt ins Parkhaus (es ist noch nicht so viel los, weil das Center erst eine halbe Stunde später öffnet) winkt uns ein freundlicher junger Mann mit gelber Weste durch die Schranke und bittet uns freundlich, unser Fahrzeug auf der obersten Parkebene abzustellen. Auf jeder Ebene werden wir durch ebenso freundliches Personal eine Ebene höher gewunken, damit wir auch ja wissen, was mit der OBERSTEN Ebene gemeint ist. Ist klar, nä?

Ja, manch einem müssen vermutlich die einfachsten Dinge erklärt werden.

Mich würde ja nun insgeheim schon interessieren, ob es denn heute ohne Rückstau vonstatten ging – ich hatte nur leider keine Zeit, mich 5 Stunden hinzustellen und das Treiben zu beobachten.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 6. April 2008 in Beobachtungen

 

That’s the beginning

Auf der Suche nach einer neuen Blog-Plattform bin ich nun nach diversen Versuchen bei anderen hier gelandet.

Ich hab noch keine Ahnung, ob es mir hier gefallen wird, aber wie Oma schon sagte (und Oma war reich an so schlauen Lebensweisheiten): „Versuch macht klug, mein Kind!“

Samstag … Hamburg „glänzt“ mal wieder mit Schmuddelwetter (aber es mußte ja unbedingt Hamburg sein, als ich vor nicht ganz 3 Jahren Dresden den Rücken zeigte) … meine bessere Hälfte ist nach seinem freien Tag gestern arbeiten … ich hab hier in meiner Wohnung nicht viel zu tun, weil wir bis einschließlich nächsten Mittwoch in seiner Wohnung leben werden (dieses Pendeln zwischen den beiden Wohnungen muss auch bald mal ein Ende haben – die ständige Herumzieherei wie Nomaden nervt allmählich) … so habe ich mir in Vorbereitung meines am nächsten Dienstag stattfindenden Vorstellungsgespräches neue Farbe in die Haare geklatscht (Montag werden sie dann noch beim Friseur in die entsprechende Form gebracht) … und nun sitze ich hier und wühle ein wenig im www rum, um die Zeit tot zu schlagen, denn später bin ich noch mit einer Freundin zum Kaffeeklatsch verabredet – naja, eigentlich hat sie ein Problem mit ihrem Rechner, das ich zu lösen berufen bin. Schau’n mer mal, nech? Zumindest hat sie sich nun endlich dazu durchgerungen, dieses dämliche WLAN-Netzwerk, das von Anfang an nicht wirklich funktionierte, in eine LAN-Verbindung zu tauschen. Dem Himmel sei Dank!

Und so plätschert mein im Moment wenig aufregendes Leben so vor sich hin.

 
 
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