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Das letzte Abenteuer – Parkhaus

06 Apr

Manchmal stellt man sich schon die Frage, ob es nur der Herdentrieb ist oder die Leute mit dem Schreiben ihres Einkaufszettels ihr Hirn für den Rest des Tages in den Schlafmodus versetzen – wobei das natürlich ein tiefer Schlaf sein muß.

Samstag – 12.00 Uhr – in Deutschland – Tatort: Einkaufscenter.

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Da hat so ein Parkhaus immerhin 4 (in Worten: V I E R) Parkebenen, und alle Einkaufswilligen versuchen tatsächlich, auf der ersten Ebene einen Parkplatz zu finden – und dabei ist schon von draußen ersichtlich, dass zumindest ab Ebene 3 jede Menge freie Parkplätze zur Verfügung stehen.

„Ich will aber ins Kaufland auf Höhe der ersten Etage!“

„Und Sie meinen, Sie müssen – wenn Sie auf Ebene 3 parken – den Einkaufswagen auf Ihrem Rücken die Treppen bis dorthinauf tragen? Was meinen Sie, wozu es einen Fahrstuhl gibt (nein, es sind sogar 6 an der Zahl), der/die so groß ist/sind, dass mindestens drei Einkaufswagen samt Einkäufer hineinpassen? Und was meinen Sie, wozu die Ebenen 3 und 4 gebaut wurden, obwohl auf diesen Ebenen gar keine Geschäfte mehr sind?“

Egal wie auch immer – jeder WILL auf Ebene 1 parken. Irgendwann sind da aber alle Parkplätze voll – dass dies sogar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so ist, erkennt man auf den ersten Blick, aber es könnte ja sein, dass gerade jemand aus einer Parklücke fährt. Es könnte immerhin sein …

So staut sich dann der gesamte nachfolgende und  ins Parkhaus ströhmende Verkehr, aber egal: „Ich will unbedingt in Ebene 1 parken!!!“

Und wie wir so in der Einfahrt stehen, warten, bis Miss Eppendorf in die Parklücke einfahren kann, die Opa Müsch grade verläßt – der eine genausowenig des Ausparkens wie die andere des Einparkens mächtig –  uns ungläubig und fragend anschauen, entdecken wir, wie der Pkw vor uns, der Stoßstange an Stoßstange zu seinem Vorgänger unter der geöffneten Schranke steht, diese passiert und noch nicht einmal ein Ticket gezogen hat.

Ich versuche erst gar nicht zu verleugnen, dass uns die Schadenfreude überkam – der wird noch jede Menge Spaß beim VERLASSEN des Parkhauses haben, denn ohne Ticket geht das nicht. Bei Verlust eines Tickets sind glatte 15 EUR fällig.

„Ich hatte aber gar kein Ticket.“

„Ja nee, is klar, und mein Name ist Hase, ich weiß von nix!“

 

Heute verkaufsoffener Sonntag in Hamburg. Wir müssen wieder in eben dieses Parkhaus, weil meine bessere Hälfte nunmal in dem angeschlossenen Einkaufszentrum arbeitet.

Das Centermanagement hat reagiert und zusätzliches Personal angeheuert.

Bereits bei der Einfahrt ins Parkhaus (es ist noch nicht so viel los, weil das Center erst eine halbe Stunde später öffnet) winkt uns ein freundlicher junger Mann mit gelber Weste durch die Schranke und bittet uns freundlich, unser Fahrzeug auf der obersten Parkebene abzustellen. Auf jeder Ebene werden wir durch ebenso freundliches Personal eine Ebene höher gewunken, damit wir auch ja wissen, was mit der OBERSTEN Ebene gemeint ist. Ist klar, nä?

Ja, manch einem müssen vermutlich die einfachsten Dinge erklärt werden.

Mich würde ja nun insgeheim schon interessieren, ob es denn heute ohne Rückstau vonstatten ging – ich hatte nur leider keine Zeit, mich 5 Stunden hinzustellen und das Treiben zu beobachten.

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2 Kommentare

Verfasst von - 6. April 2008 in Beobachtungen

 

2 Antworten zu “Das letzte Abenteuer – Parkhaus

  1. marie

    7. April 2008 at 09:33

    ha! erste! *g* hab dein neues blog einfach angeklixt und bin der spur gefolgt *g*
    zum eintrag wäre zu sagen: so isset tatsächlich! ich fahre freiwillig in die oberen parkebenen, denn da herrscht meistens gähnende leere, weil ja alle ebene 1 parken, is klar nä… *g* und? betreust du beide blogs oder wird es dich mittelfristig gesehen dann doch ganz hierher verschlagen? es grüsst -marie- 😉

     
  2. nebelschwaden

    7. April 2008 at 10:31

    Ich fahre auch immer gleich durch und setze mich dem Gekreisel auf den unteren Ebenen gar nicht erst aus (wenn ich denn dann mal das Auto habe – ich selbst habe meines im letzten Jahr ja abgeschafft und bin auch ganz gut damit gefahren) – Parkplatzsuche kann ja sooooooo nervend sein. Ich spare mir eben diese lieber für die Kinder die bläkend an der Kasse ihre Mütter beknien, noch dies und das haben zu wollen *urgs*
    Im Moment betreue ich noch beide Blogs, aber wer weiß, vielleicht verschlägt es mich doch komplett hierher. Bei Freenet nervt’s einfach nur noch, dass es da so umständlich ist, Beiträge in einem angemessenen Outfit zu verfassen. Über den Live-Writer, der Freenet nicht unterstützt (sollte das zum Nachdenken anregen?), geht’s einfach viel unkomplizierter und damit auch wesentlich schneller. Außerdem sind die Archivierungsmöglichkeiten bei Freenet gelinde gesagt K+++ (damit ich mich nicht immer totsuche habe ich ja das Inhaltsverzeichnis gemacht, aber find dafür mal immer die Zeit)
    Alos schau’n mer mal, was die Zeit so bringt, nä? *fuchtelwinks*

     

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