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Archiv für den Monat Oktober 2009

Zeitumstellung

Quelle: www.toonpool.com

Jedes Jahr zweimal – einmal vor, einmal zurück.

Sinn und Zweck – unbekannt.

Mit dem Stundenklau im Frühjahr komm ich alle Jahre wieder wochenlang nicht klar. Im Herbst ist es etwas erträglicher, weil man der Zeit irgendwie nicht hinterher rennt.

Und wie merkt man sich, wann die Uhr eine Stunde vor bzw. eine zurück gestellt wird?

Ich glaube, der Großteil der Bevölkerung kann sich nicht merken, wann die Uhr wie verstellt wird. Meine Eselsbrücke hab ich mir vor etlichen Jahren selbst gebaut. Es war zu Zeiten, als ich noch mehr oder weniger regelmäßig an Samstagabenden Discotheken besucht habe. Dieser spezielle Eselsbrücken-Disco-Abend stand unter dem Motto Oktoberfest. Ich erinnere mich, genau zur Zeitumstellung auf der Tanzfläche getanzt und dabei meine Uhr ZURÜCK gestellt zu haben. Es war ein wirklich schöner Abend; ich freute mich, noch eine Stunde länger diesen schönen Abend genießen zu dürfen. Ich weiß also, dass zum Oktoberfest = Herbst die Uhr zurück gestellt wird. Somit kann im Frühjahr die Uhr nur vorgestellt werden.

Seitdem keinerlei Irritationen mehr.

Nur dauert es immer ewig, bis ich alle Uhren im Haushalt umgestellt habe. Das darf auch niemand anderes tun, sonst komme ich durcheinander. Ich alleine weiß, welche Uhr noch nicht umgestellt ist und wo ich eine Stunde hinzurechnen oder abziehen muss. Da muss der Hasenmann jetzt irgendwie durch – glaub ich.

Gefährlich wird’s allenthalben bei Armbanduhren – da verlässt mich mein Gedächtnis. Deswegen nutze ich auch nur eine und die wird unverzüglich beim ersten Tragen nach der Zeitumstellung richtig gestellt. Und um ganz sicher zu gehen, hab ich noch meinen Funkwecker. Komme ich also mal durcheinander, reicht ein Blick auf den Nachttisch.

Ich weiß – das alles ist furchtbar kompliziert und ginge viel viel einfacher. Mich würde es aber aus der Bahn werfen, weil es bei mir Tradition ist, dass die Uhren nur nach und nach umgestellt werden. Ich hab mich halt dran gewöhnt.

Ich schlunze nun schon seit beinahe drei Stunden (8:11 Uhr nach Sommerzeit; 7:11 Uhr nach Winterzeit) durch die Gegend. Der Hasenmann und der Lümpel scheinen keine Schwierigkeiten mit der Zeitumstellung zu haben – die schlafen beide noch friedlich.

Und was zum Geier soll ICH jetzt machen? Uhren umstellen?

 
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Verfasst von - 25. Oktober 2009 in Tagesgedanken

 

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Couch-Kino

Heute auf dem Spielplan im heimischen Couch-Kino

 
 

Labskaus (ohne)

Als der Hasenmann und ich uns noch nicht lange kannten, äußerte er den Wunsch, so gerne einmal wieder Labskaus essen zu wollen.

Meine Reaktion hierauf war wohl die aller Unwissenden:

“Labskaus? Boah, bäh, nee. Das kannst du dir alleine kochen und auch alleine essen.”

Nun war es ja aber auch zu dieser Zeit schon so, dass ich meinen Hasenmann heiß und innig liebte und ihm keinen Wunsch abschlagen konnte. Außerdem hatte ich es selbst ja noch gar nicht probiert; in Hamburg ist es immerhin eine Spezialität.

Bei Grünkohl weigere ich mich bis heute, denn DAS habe ich bereits mehrfach probiert und es schmeckt mir ü.ber.haupt nicht. Für Grünkohl kann sich der Hasenmann ja an seinem freien Tag in der Woche beim Schützenkönig einladen und muss so nicht komplett auf den Genuss verzichten.

Wie aber kocht man etwas, von dem man gar nicht weiß, wie es am Ende schmecken soll? Zum Glück leben wir in Zeiten des Internets und so war es ein Leichtes, ein Grundrezept für ein Hamburger Labskaus zu finden.

Nun muss ich aber auch noch erwähnen, dass der Hasenmann – man mag es kaum glauben – in einigen Dingen ein kleiner Mäkelfritze ist.

Fisch zum Beispiel geht gar nicht (und das als waschechter Hamburger Jung). Des weiteren: Rote Bete geht auch überhaupt nicht. Keinen Fisch – das kann ich noch irgendwie nachvollziehen, obwohl ich der Meinung bin, dass es schon auch eine Sache der Prägung und Gewöhnung ist; der Geschmack daran kommt irgendwann von alleine. Fischburger und Fischstäbchen isst der Hasenmann ja auch. Keine Rote Bete – das kann ich aber so gar nicht nachvollziehen. Ich liebe sie! Als Kind schon hab ich darauf bestanden, auf meinem Kinderbeet im Garten Rote Bete anbauen zu dürfen.

Naja, es ist wie es ist – Fisch und Rote Bete sind in unserem Labskaus tabu. Man kann es ja auch dazu essen. Unser Labskaus heißt aus diesem Grund auch

Labskaus (ohne)

Ich war aber dabei, zu erzählen, wie ich es denn nun geschafft habe, das Labskaus auf den Tisch zu bekommen und zwar so, dass es dem Hasenmann schmeckt, ohne dass ich wusste, wie es schmecken sollte.

Ein Grundrezept hatte ich – wie bereits erwähnt – im Internet gefunden. Ich habe dann einfach – aus den bekannten Gründen – Fisch und Rote Bete weg gelassen und munter drauf los gekocht. Zur Not hätten wir etwas beim Lieferservice bestellt.

Ich gebe zu, für mich war es ob des Anblicks im Topf schon eine Überwindung, mir das Zeug in den Mund zu stecken. Augen zu und durch – im wahrsten Sinne des Wortes. So schlimm konnte es nicht werden, schließlich wusste ich, was ich da so alles vermengt hatte. Und – oh Wunder – man konnte es sogar essen; ja, es schmeckte obendrein recht gut.

Im Laufe der Zeit habe ich ein paar Dinge nach meinem Gusto verfeinert und auf den Rat des Schützenkönigs hin ergänzt. Mittlerweile ist es nach unserem Geschmack perfekt. Unser Labskaus (ohne) steht regelmäßig auf dem Tisch.

Das schönste Kompliment gab mir der Hasenmann aber, als wir das Labskaus des Schützenkönigs probierten – DAS Labskaus, das der Hasenmann aus seiner Kindheit kennt.

“Schatz,” hat er gesagt, “dein Labskaus schmeckt mir sogar besser als das vom Schützenkönig!”

Herz, was willst du mehr?! Alles richtig gemacht.

Gestern nun – wir haben ja meinen Neffen zu Besuch – das Experiment, ob es auch ihm schmecken würde. Ich hatte da so meine Bedenken – der Hasenmann hat ihm das Essen – gegen meinen ausdrücklichen Rat – sehr wirklich sehr bildhaft geschildert (“sieht aus, wie schon mal gegessen”, war noch die harmloseste Beschreibung). Entgegen meiner Erwartung hat der Lümpel sogar aufgegessen. Er meinte, es sei nicht so, dass man es nicht essen könne, aber auch nicht so, dass er es jeden Tag essen wolle. Immerhin – er hat aufgegessen und ist danach nicht gleich auf dem Klo verschwunden. Und unglücklich sah er auch nicht aus:

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Das Rezept für unser Labskaus (ohne) gibt’s für alle noch Unwissenden und Probierwilligen hier.

 
 

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Oben

Viel zu sagen gibt es nicht, außer …

Karten kaufen und sich dabei nicht vom Preis abschrecken lassen

den Mann seines Herzen packen und mitschleifen

mindestens eine Packung Tempos einstecken (sicher ist sicher; der Hasenmann war mir dankbar)

beim Einlass die 3-D-Brille nicht vergessen

hinsetzen und wirken lassen

Und im nächsten Sommer mit dem Hasenmann Wolken gucken – einfach mal so …

 
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Verfasst von - 22. Oktober 2009 in Das Leben und wir

 

Pink

Mein neues Baby

Lumix-pink

Meine alte Olympus hat irgendwie schon immer sämtlichen Akkus nach nur wenigen Aufnahmen den Garaus gemacht. Ich hatte definitiv keine Lust mehr, die Akkus ständig über Nacht laden zu müssen, um am nächsten Tag wieder ein bis zwei Fotos schießen zu können. Neue Akkus und neues Ladegerät haben es auch nicht gebracht – also lag es definitiv an der Kamera.

Ich hab wirklich viel Geduld, aber hier war sie eindeutig überstrapaziert.

Nun ist mein Hasenmann ja nicht blöd und arbeitet bei dem roten Unterhaltungstechnikriesen. Wissen und Angebote aus erster Hand sozusagen. Den Kollegen in der Fotoabteilung hatte er bereits geimpft– der wusste also, was er mir empfehlen sollte. Technik ist ja nicht so meins. Der Hasenmann hatte aber nicht damit gerechnet, dass ich mit einer ganz simplen Frage herausfinden könnte, dass es das Teil auch in unterschiedlichen Farben gibt. Ich bin nun auch nicht unbedingt ein typisches Mädchen, aber hin und wieder gewinnen meine XX-Chromosomen auch bei mir die Oberhand. Der Kollege zeigte mir – just in dem Moment, als mein Hasenmann zur Szenerie dazu stieß – dieses herrlich rosa Teil und angesichts meines Gesichtsausdrucks war für den Hasenmann klar, dass er jegliches Mitspracherecht in der Farbauswahl verloren hatte. Er versuchte noch Argumente wie: “Du weißt schon, dass du mit der Kamera auch hin und wieder vor deinen Mietern auftreten musst?” anzubringen, aber meine Gegenargument ließ keinen Widerspruch zu: “Gerade die werden begeistert sein. Die sind fast alle schwul, wenn du dich erinnerst!” (Ich liebe meine homosexuellen Mieter! Vorurteile hin oder her – bei meinen Mietern passen sie! Und sie tragen es mir auch nicht nach, weil sie dazu stehen und die meisten schrägen Andeutungen eh von ihnen selbst kommen). Ein letzter Versuch des Hasenmannes, dem rosa Grauen zu entkommen: “Ich werde das Teil aber ganz bestimmt nicht benutzen!” Zwecklos! “Du sollst sie auch gar nicht nutzen. Du hast deine große Kamera. Jungs = große Knippsi, Mädchen = rosa Knippsi”

Und nun liegt meine kleine rosa Knippsi vor mir und ich bin happy.

Kann man da irgendwie noch ein Glitzersteinchenklabimsel dranhängen?

 

Seelentrösterwetterfoto

 

HuWWDBT

Da ich in der letzten Woche irgendwie nur am Arbeiten war, reiche ich noch ein Foto aus der vergangenen Woche nach.

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Und in dieser Woche?

Nix Arbeit – ich habe eine Woche Urlaub (obwohl es mein Schreibtisch eigentlich nicht zuließe).

Wir haben in dieser Woche Familienzuwachs – unser Ferienkind ist heute Vormittag angekommen. Hui, das wird ‘ne Umstellung. Der Hasenmann wird gar nicht so viel davon mitbekommen – leider (oder zum Glück) muss er arbeiten.  Leider, weil sein letzter Urlaub für dieses Jahr zu Ende ist. Zum Glück, weil ich dann nicht zwei “Kinder” zu Hause habe.

Dadurch, dass ich meinen kleinen Neffen, der mittlerweile auch schon 14 Jahre alt ist, drei Jahre nicht gesehen habe, fühle ich mich gar nimmer am Puls der Zeit, was seine Interessen und so angeht. Ich bin mir nicht sicher, ob ihn das Programm, was ich mir für uns ausgedacht habe, überhaupt interessiert. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob er mir das dann sagen würde. Aber naja, irgendwie wird es ihm schon gefallen – hoffe ich.

Heute soll er erst einmal ankommen – wir werden nachher noch einen kleinen Bummel durch die Innenstadt drehen (der Hasenmann braucht dringend Socken – bei den Löchern kann er keine warmen Füße bekommen), einkaufen und den Hasenmann von der Arbeit abholen. Morgen Nachmittag geht’s ins Planetarium – Karten sind bereits gebucht.

 

Guten Morgen!

Muss man morgens halb sechs schon mit dem Staubsauger durch seine Wohnung wirbeln?

Wer Nachbarn wie unsere hat, braucht keinen Wecker.

 
 
 
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