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Nachbereitung

17 Nov

Nein, natürlich hat das Seminar zum Zeitmanagement nicht die Folge, dass ich zukünftig so entspannt wie hier

an meinem Schreibtisch sitze.

Mir würde es schon reichen, wenn alles doch ein klein wenig strukturierter und gelassener von der Bühne gehen würde und so ein Bild

der Vergangenheit angehören könnte.

Sicher, es gibt in jedem Job Stresszeiten; es gibt Tage an denen eine Priorität A die andere jagt; das wird es auch zukünftig bei mir wieder geben. Daran ändert ein solches Seminar nichts. Ich werde auch nicht alles aus diesem Seminar in meinem Job umsetzen können, weil es Dinge gibt, die von anderen abhängig sind, auf die ich keinen Einfluss habe. Aber vielleicht gelingt es mir ja, Step by Step die eine oder andere Kleinigkeit zu ändern. Vielleicht kann ich auch anregen, dass ein solches Seminar als In-House-Seminar für unser gesamtes Team angeboten wird, denn was bringt es mir, wenn ich mich strukturiere, aber um mich rum alles unstrukturiert ist und lauter unstrukturierte Dinge auf mich einprasseln. Das kann auch leicht in einem Kampf gegen Windmühlen enden, was meine Frustration nur noch weiter in die Höhe treibt.

Jetzt werde ich aber erst einmal bei mir selbst anfangen. Ich bin mal gespannt, wie sich manche Tipps in der Praxis umsetzen lassen. Mir ist dabei auch bewusst, dass mein Zeitmanagement nicht gleich ab Morgen perfekt sein wird. Vielleicht wird es das auch nie sein, weil ich vom Typ her kein klar strukturierter Mensch bin – ich bin halt eine Frau. Wenn ich aber nicht wenigstens mal damit anfange, wird sich gar nichts ändern.

Beruhigend war jedenfalls, zu erleben, dass es auch anderen so geht – unabhängig von deren Beruf. Interessant war, dass diese Leute im Grunde mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben. Und: Wir alle haben Ansätze, die gut sind. An und für sich war jeder von uns in seiner täglichen Arbeit gut strukturiert. Ins Trudeln kommen wir allerdings, wenn zu unseren eigenen Prioritäten A von außen Prioritäten AA einprasseln. Keiner von uns wusste so genau, wie er mit solchen Situationen umgehen soll. Der Erfahrungsaustausch alleine hat schon viel gebracht, denn indem wir darüber sprachen, war uns die Lösung eigentlich schon bewusst, nur die Durchsetzung dessen ist manchmal schwierig, weil meistens die Vorgesetzten “dazwischen funken”. Und sagen Sie mal zu einer Aufgabe, die ein Vorgesetzter an Sie heranträgt “Nein!”. “Nein!” muss man aber meistens gar nicht sagen. Eine simple Frage wie “Zu wann brauchen Sie es spätestens?” bringt oftmals schon eine für beide Seiten akzeptable Lösung. (Zumindest in der Theorie!) Was mir schwer fallen wird, ist, meine To-Do-Liste mit Priorisierung regelmäßig am Tag anzupassen. Immer alles nachzuhalten, das wird sicher sehr schwer.

Klar ist jedenfalls, dass sich etwas ändern muss. So wie es jetzt mit meinem Arbeitspensum läuft, kann es nicht weiter gehen. Das hatte ich schon einmal, und das Ergebnis will ich ganz gewiss nicht noch einmal haben. Also geht’s ab morgen los!

Schau’n mer mal!

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Ein Kommentar

Verfasst von - 17. November 2009 in Tagesgedanken

 

Eine Antwort zu “Nachbereitung

  1. Barbarella

    4. Dezember 2009 at 15:07

    Oooooh – Du hattest ein Zeitmanagementseminar!

    Cool!

    .. hatte ich dieses Jahr auch schon – und dann hat uns der Typ so nen Test machen lassen, damit man sein Persönlichkeitsprofil feststellen kann. Und ich? .. ich hab total aus dem Konzept geschlagen mit meinem Ergebnis!

    Fazit:
    Ohne Spaß geht bei mir GAR NIX! Völlig unfähig zum Listen abarbeiten und strengen durchorganisieren, totale Verzettelungstendenzen!

    Öcht schlimm, ey.

    .. also wenn ich es nciht eh schon vorher gewußt hätte (man kennt sich ja schon ein paar Jährchen, nech?) hätte es mich wohl noch mehr frustriert, als es mich eh hat.

    .. fühl mich als hoffnungsloser Fall 😦

     

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