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Archiv für den Monat April 2010

Gewinnspiel Nähmaschine

Irgendwie ist bei Frau Nebelschwaden im Moment das Thema Nähmaschine allgegenwärtig.

Erst wünscht sie sich eine, dann bekommt sie unerwartet einen Schatz und nun gibt es bei Butinette auch noch eine zu gewinnen.

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Dort wird vom 01.04.2010 – 30.04.2010 unter allen Teilnehmern eine Singer Tradition 2250 Nähmaschine mit umfangreichem Zubehör im Wert von 129 € verlost. Die Teilnahme ist ganz einfach, indem Ihr auf Eurer Website oder Eurem Blog den Buttinette Bastelshop, den Buttinette Blog oder das Gewinnspiel selbst verlinkt.

Frau Nebelschwaden hat soeben teilgenommen.

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Verfasst von - 11. April 2010 in Nähgeschichten

 

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Omas Beste

Frau Nebelschwaden und der Hasenmann waren über die Osterfeiertage ja zu einem Kurzbesuch bei der Ursprungsfamilie der Frau Nebelschwaden. Nie und nimmer hätte sie daran gedacht und geglaubt, mit Omas Bester im Gepäck wieder zurück nach Hamburg zu kommen.

Ich wusste ja, dass Omas Beste irgendwann einmal bei mir landen würde, aber nie und nimmer hätte ich gedacht, dass “irgendwann einmal” schon jetzt sein könnte. Ich bin stolz wie Bolle und fühle mich, als hätte ich einen großen Goldschatz gehoben.

Darf ich vorstellen … Omas Beste … die Naumann 65 ZickZack.

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Omas gute Nähmaschine, auf der sie mir in meiner Kindheit so viele Kleider genäht hat – deren Pendant in klein auch immer für eine meiner Puppen geschneidert wurde. Die Nähmaschine, auf der mir meine Mutter mein Kleid für den Abschlussball der 10. Klasse genäht hat. Abgesehen von meinen bescheidenen Erinnerungen hat diese Nähmaschine aber eine viel längere und bewegtere Geschichte.

Hergestellt wurde die Maschine in der Fabrik der Seidel & Naumann Aktiengesellschaft Dresden. Angesichts der geschichtlichen Ereignisse ist also davon auszugehen, dass die Maschine bereits vor 1945 gebaut wurde. Meine Oma war Jahrgang 1915 und hat sich nach den Erzählungen meiner Mutter die Maschine von ihren ersten Gehältern zusammen gespart und in Leipzig gekauft. Und so lässt sich ihr Herstellungsdatum noch weiter eingrenzen – Anfang der 30er Jahre. Und als Oma und Opa geheiratet haben (Oma hat ihre gesamte Aussteuer auf dieser Nähmaschine genäht und mit Monogrammen versehen) ist die Maschine mit in das thüringische Dorf gezogen.

Meine Oma war keine gelernte Schneiderin, aber ihre Affinität zur Schneiderei und ihr handwerkliches Geschick haben sie und ihre Familie über den Krieg und die harte Nachkriegszeit gebracht. Die Ursprungsfamilie meiner Mutter war im Gegensatz zur väterlichen Familie alles andere als wohlhabend. Da hat die Schneiderei meiner Oma – auch noch nach den ganz harten Jahren, in denen sie Nächte durch genäht hat – die eine oder andere willkommene Mark zur Haushaltskasse beigetragen.

Als Oma 1985 viel zu früh gestorben ist, hat meine Mutter die Maschine aus Thüringen zu sich nach Mecklenburg geholt, wo sie all die Jahre in meinem alten Zimmer gestanden hat. Und nun ist sie – völlig unerwartet – in Hamburg gelandet. Hätte ich mein Glück in Dresden gefunden, wäre sie sogar wieder zu ihrem Ursprungsort zurück gekehrt, aber das sollte (zum Glück) nicht so sein.

Dass die Maschine bis heute überlebt hat, finde ich schon bemerkenswert. Dass sie aber auch noch voll funktionstüchtig ist und surrt wie ein Bienchen, finde ich noch viel erstaunlicher. Meine Eltern haben sie lediglich einmal zur Wartung gegeben, um ihr Innenleben reinigen und sie einmal gründlich durchchecken zu lassen. Im Vergleich zu der alten Singer meiner Uroma, die noch bei meinen Eltern steht und auch noch funktionsfähig ist, ist die Naumann ZickZack aber in ihrer Handhabung viel umfangreicher und komplizierter. Ich werde mich also in nächster Zeit erst einmal intensiv mit dem Schätzchen beschäftigen müssen, bevor ich mit dem Nähen starten kann. Kein Wunder, dass die Maschine von den Frauen meiner Familie immer wie ein Heiligtum behandelt wurde. Als Oma sie noch benutzt hat, durften meine Mutter und meine Tante sie nicht anfassen, weil sie in ihren Einstellungen sehr sensibel sein soll. Gleiches galt für mich, als sie in den Besitz meiner Mutter gewechselt ist – bitte nicht berühren. Ich hatte ja die Singer, an der ich mich austoben konnte.

Ich liebe diese alten Maschinen. Das Treten des Pedals zum Antrieb der Maschine gehört für mich seit jeher zum Nähen dazu. Wie ungewohnt war es, als ich mir eine elektrische Nähmaschine gekauft habe. Das war irgendwie gar nicht miteinander zu vergleichen.

Der Hasenmann war – um das noch kurz zu erwähnen – anfangs gar nicht erfreut über den plötzlichen Nähmaschinensegen. Aufgrund der Schwächen ihrer bisherigen elektrischen Nähmaschine hat Frau Nebelschwaden nämlich den Wunsch nach einem feinen neuen Maschinchen geäußert, den der Hasenmann ihr zum Geburtstag gar zu gerne erfüllt hätte. Und dann funkt ihm seine Schwiegermutter in spé mit Omas Schätzchen dazwischen. Dem Leuchten in Frau Nebelschwadens Augen war für ihn wohl zu entnehmen, dass sich der Wunsch nach einem neuen Maschinchen damit erledigt hatte. Das alte gusseiserne Ding kann es nämlich noch mit jeder neumodernen Maschine aufnehmen. Sogar Sticken kann Omas Beste.

Und der Hasenmann muss sich nun von Neuem auf die Suche nach einem feinem Geburtstagsgeschenk für Frau Nebelschwaden begeben – obwohl ER mir als Geschenk ja eigentlich schon genug ist. Ich hab auch irgendwie so gar nichts mehr, was ich mir wünschen könnte. Die Nähmaschine steht ja nun schon bei uns im Gäste-Bastel- und-was-auch-immer-nur-kein-Kinderzimmer.

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2 Kommentare

Verfasst von - 11. April 2010 in Nähgeschichten

 

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Notiz für mich

 

Man bekommt Torten nie so schön hin, wie im Backbuch beschrieben.

Da kann man sich noch so viel Mühe geben. Sehen Sie, was ich meine?

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Das Rezept werde ich nach Ostern mal bei den Küchengeschichten einstellen, denn lecker ist sie allemal.

Hände weg von Marzipanrohmasse in Verbindung mit Lebensmittelfarbe.

Die Konsistenz wird immer schwieriger zu händeln. Am Ende klebt nur noch alles. Schönere Deko-Möhren lassen sich im Supermarkt viel einfacher kaufen. Aber wehe, es macht sich wer über meine Möhren lustig. Dann ist ganz schnell Schluss mit lustig.

Die Muffins von Frau Landgeflüster sind wirklich oberlecker.

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Frau Nebelschwaden war heute im Backrausch, denn auch dieser Marmorkuchen verströmte seinen Duft in der Wohnung.

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Karfreitag können andere auch schon am frühen Nachmittag in ganz anderem Rausch sein.

Was zum Geier treibt einen an einem solch schönen Frühlingstag (schon am Vormittag) in die Kneipe?

Osterwasser gibt es erst am SONNTAG!

Zu “Relight my fire” von Take That lässt es sich besonders gut walken.

Geschenke einzupacken kann ewig dauern.

Nein, keine Ostergeschenke. Mein Bruder hat gleich nach Ostern Geburtstag. Und da es bei Frau Nebelschwaden immer eine selbst gebastelte Karte gibt und diese nicht vorrätig sind, muss ich heute noch mein Bastelzeug rauskramen.

Die Geschenke meiner Eltern für meinen Bruder nachträglich zum 40. Geburtstag, den er seinerzeit aufgrund eines Unfalles im Krankenhaus verbringen musste und nicht richtig feiern konnte, und meinen großen Neffen  zur bestandenen Ausbildung und zur Vorbereitungs auf das Studium müssen noch verpackt werden, und ich hab keinen blassen Schimmer, wie.

Karfreitag gibt es Fisch.

Da der Hasenmann Fisch nur in Form von Fischstäbchen oder Fischburger einer großen Fast-Food-Kette isst,  brät sich Frau Nebelschwaden heute nur ein Lachsfilet, weil sich mehr Aufwand neben Fischstäbchen ja leider nicht lohnt. Jetzt raten Sie, wer im Hause Hasenmann & Nebelschwaden Hamburger ist (nicht zu verwechseln mit “… Hamburger isst” – obwohl das eigentlich auch keinen Unterschied macht). Kleiner Tipp: Frau Nebelschwaden erfüllt in diesem Haus eine Doppelquote – weiblich und Ossi.

Ostern fährt der Städter gerne einmal weg, da er auf dem kleinen Balkon in der Stadt kein Osterfeuer zündeln darf.

Morgen geht es samt Geschenken und diversen Kuchen in Richtung Frau Nebelschwadens alter Heimat – 2 Stunden Fahrt, wenn wir Glück haben und alle anderen Osterhasen heute schon gefahren sind.

Am Karfreitag werden die Eier gefärbt.

Auch wenn es nur 6 Stück sind und ich eigentlich gar keine Lust mehr habe – bunte Eier MÜSSEN sein.

Dann mal ran an die Farbtöpfe und Ihnen frohe Ostern und ein paar schöne freie Tage, bevor es am Dienstag (auch für mich) wieder los geht.

Nur der Hasenmann darf noch eine Woche lang ausschlafen.

Edit:

So schnell ging Eierfärben noch nie (und ich mache das schon locker 30 Jahre). Dank dieses (für mich neuen) Färbemittels war ich – abgesehen vom Eier kochen, was der Eierkocher ohne mein Beisein ganz alleine geschafft hat – innerhalb von 5 Minuten durch mit allem.

 

Rappel – Kein Aprilscherz

Wenn Frau Nebelschwaden mal wieder einen ihrer Rappel bekommt, dann ist ihr Umfeld immer erst einmal ein klein wenig irritiert und weiß nicht recht, damit umzugehen.

So sehe ich noch den Hasenmann, der vor zwei Monaten mit einem ungläubigen Blick aus der Küche kommt und etwas irritiert fragt, ob mein Raucherzeug absichtlich im Mülleimer oder aus einer Art Versehen dort gelandet sei.

So lange schon hat Frau Nebelschwaden immer mal wieder gesagt, sie würde gerne mit dem Rauchen aufhören wollen. Sagen war aber nie Tun. Und dann ganz plötzlich. Von jetzt auf gleich. Ohne Vorwarnung. Macht sie es einfach.

Nach zwei guten rauchfreien Monaten – ich bin heute noch erstaunt, wie einfach es dann letztendlich war und wie selten (eigentlich gar nicht) ich das ernsthafte Verlangen nach einer Zigarette hatte – war es dann gestern wieder soweit.

Frau Nebelschwaden bekommt einen neuerlichen Rappel.

Dieses Mal muss sie nichts wegschmeißen, sondern braucht eine gewisse Grundausstattung. Und die sieht nach dem  kurzfristig eingeschobenen Einkaufsbummel nun so aus (auf dem Bild bereits einmal genutzt und für tauglich befunden).

Walk in the Park

Auf den MP3-Player wurde Billy Idol überspielt, die Klamotten angezogen und dann ging es gestern am späten Nachmittag gleich ab in den nahegelegenen Park. Angesichts der nebelschwadigen Fülle haben wir gerade bei den Schuhen auf Qualität und Eignung geachtet. Hier am falschen Ende zu sparen, wäre mehr als kontraproduktiv, zumal gerade die Sprunggelenke durch frühere sportliche Aktivitäten der Frau Nebelschwaden etwas angegriffen sind – deswegen wird auch nicht gejoggt, sondern dem Alter entsprechend gewalkt (im Moment auch noch ohne Stöcke).

Puh. Ich sag’s Ihnen. So bissi Walken kann einen ziemlich aus der Puste bringen. Insbesondere, wenn man seit Jahren gar nichts mehr für seine Fitness gemacht hat. Man sieht es Frau Nebelschaden nicht mehr an, aber ja, als sie noch ganz jung war, da hat sie sogar über normal Sport betrieben und an Wettkämpfen teilgenommen – mit Medaillen sogar. Lang lang ist’s her. Und wenn man Frau Nebelschwaden heute so betrachtet, glaubt man ihr kein Stück davon. Sie ist in den letzten Jahren nicht nur aus der sportlichen, sondern auch aus der figürlichen Form geraten. Und das nicht zu knapp.

Aber nun soll Schluss sein damit. Rappel ist schließlich Rappel. Wenn es bei der Rauchentwöhnung (welcher Frau Nebelschwaden zwar auch das eine oder andere Kilo aber nicht die überwiegende Zahl selbiger zu verdanken hat) schon so gut geklappt hat, warum nicht auch jetzt.

Zum Programm gehört nicht nur das Walken (2 – 3mal pro Woche), sondern auch die sukzessive Ernährungsumstellung. Ersteres bringt ohne letzteres ja mal gleich gar nichts. Begonnen wird mit kohlehydratlosem Abendessen. Die Verbannung der Chips und Schokis bedarf natürlich keiner weiteren Erwähnung. Und nach dem Urlaub geht es wieder mit dem Rad zur Arbeit – sofern es nicht regnet.

Der Hasenmann sieht noch sehr sehr ungläubig aus. Vielleicht ist es auch nur die Befürchtung, zukünftig nichts anständiges mehr zu essen zu bekommen und gegen seinen Willen  in das Sportprogramm mit einbezogen zu werden.

Natürlich hat Frau Nebelschwaden auch in der Vergangenheit schon oft gesagt, sie müsse endlich etwas für ihr Wohlbefinden und gegen ihre Pfunde unternehmen, aber ernsthaft begonnen hat sie nie. Und wenn sie begonnen hat, ist sie nach spätestens drei Tagen gescheitert, denn schon das allabendliche Essenkochen für den Hasenmann, dessen Vorlieben nicht den diätischen Ansprüchen einer Frau Nebelschwaden entsprechen, hat sie verzweifeln lassen. Mal sehen, wie es jetzt wird, denn eigentlich kann sie für den Hasenmann ganz normal weiter kochen. Für sich lässt sie dann zukünftig die Kohlenhydrate weg und packt sich dafür bei Bedarf etwas mehr Gemüse auf den Teller. Und während es für den Hasenmann weiter Fleisch geben wird, wird ihre Wahl wieder viel öfter auf  Fisch fallen.

Ach, das wird lustig.

Hoffentlich.

 
 
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