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Sommer-Postkarten-Wichteln

17 Jul

… und Frau Nebelschwaden hat mal wieder nicht richtig gelesen.

Klar wurde ihr der Trugschluss, dem sie erlegen war, mal wieder zu spät, nämlich just in dem Moment, als sie das Geräusch der erfolgreichen Landung dieser drei Grazien IM Briefkasten vernahm.

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Notiz für mich:

Postkarten sind NICHT zwingend ANSICHTSkarten

Postkarten verschickt man auch NICHT in einem Kuvert

Postkarten sind KEINE kleinen Päckchen

Thema verfehlt … 5 … Setzen!

Was eigentlich gemeint und Sinn der Wichtelaktion  war, können Sie hier nachlesen :

Briefkasten 

Ich hoffe, mein Beitrag zählt trotzdem und die Empfänger freuen sich statt einer Postkarte auch über ein kleines “Ansichtskarten-Päckchen-mit-little-surprise-inside”. Wer in den nächsten Tagen Post aus Hamburg erhält, wird natürlich nicht verraten.

Wenn Sie wüssten, was Frau Nebelschwaden für eine Odyssee hinter sich hat, nur um simple Ansichtskarten (die, wie wir gerade gelernt haben, auch Postkarten hätten sein dürfen) zu ergattern – z.B. kilometerlange Touren mit dem Rad (ohne Wasservorrat und das bei diesen Temperaturen), aber die Annahme, es gäbe in Postämtern Ansichtskarten der Stadt, war wohl ebenfalls ein Trugschluss. Auch Zeitungskioske außerhalb der Touristenmetropolen führen sowas nicht. Es half nichts – Frau Nebelschwaden musste sich bei Gelegenheit in eben solch eine Touristenzone begeben – und das bei dieser Witterung, denn auch bei uns ist es unerträglich heiß, trocken, sonnig und gelegentlich auch schwül. Wenn Sie glauben, in Hamburg gäbe es nur Regen und Wind, dann sind Sie aber sowas von auf’m Holzweg.

Und das alles nur, weil Frau Nebelschwaden, wenn sie “Postkarte” liest, nur noch an “Ansichtskarte” denken kann. Manchmal ist Frau Nebelschwaden doch sehr eindimensional.

 

Abgesehen von den selbstverschuldeten Leid, darf ich trotzdem noch ein klein wenig jammern und mein Mütchen kühlen?

Menschenmassen sind ja bekannterweise nicht Frau Nebelschwadens Ding, aber bei diesem Wetter sind sie eine richtige Herausforderung und bedürfen sehr SEHR viel Überwindung.

Ich selbst fühle mich bei dieser Hitze schon nicht wohl; gelegentlich ist es sogar so drückend, dass sich wahre Gebirgsbäche über Nacken, Rücken und was weiß ich noch wo ergießen. Und das sogar, wenn ich mich gar nicht bewege.

Was meinen Sie damit, Sie wollen es weniger plakativ haben?

Ständig überlege und kontrolliere ich, ob ich selbst für andere Menschen dufttechnisch noch zumutbar bin. Und dann kommen mir regelmäßig die Gedanken, ob ich mit dieser Einstellung zu einer aussterbenden Gattung Mensch gehöre, denn, was mein Riechsinn innerhalb von Menschenansammlungen manchmal zu verarbeiten hat, ist gelinde gesagt WIDERLICH. Nur damit wir uns richtig verstehen: Wir sprechen hier nicht über frischen Schweiß – der lässt sich bei diesen Temperaturen nicht vermeiden, riecht aber auch nicht penetrant. Wir sprechen hier über ALTEN Schweiß. Sehr gerne auch in der Variation mit frischem Deo.

Merke:

Deo überdeckt keinen Schweißgeruch – es macht ihn nur noch widerlicher.

Gleiches gilt auch für vollgequarzte Klamotten oder Frittenfettaroma.

 

Bei der Gelegenheit (ich komme heute wieder vom Hundertsten ins Tausendste):

Stellen Sie sich auch gelegentlich die Frage, warum Deo’s mit einem 48-Stunden-Effekt entwickelt werden?

Neuerdings frage ich mich sogar, ob es zukünftig tatsächlich reichen wird, wenn ich mich schüttel, um den Schmutz aus meiner Wäsche zu bekommen.

Können Sie sich noch an den Werbeslogan eines Allesreinigers (ich glaube, es war der mit dem Duft des Bergfrühlings) erinnern? Ich meine den, in dem der interessierte Fernsehzuschauer und insbesondere  die dienstbeflissene Hausfrau  einen Putzlappen über eine Dunstabzugshaube gleiten (beinahe nur huschen) sah und schwubs war die dicke schmierige Fettschicht (warum hat da eigentlich noch nie jemand sauber gemacht?) passé. Zeitgleich teilte uns eine beschwingt freudige Stimme (Putzen ist ein Klacks) mit:

“Der Schmutz geht, der Duft bleibt!”

In diesem Sinne: Denken Sie mal drüber nach!

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2 Antworten zu “Sommer-Postkarten-Wichteln

  1. Eve

    19. Juli 2010 at 10:50

    Werte Frau Nebelschwaden,

    just ist in meinem Briefkasten Ihre Post- äh, ich meine AnsichtspaketmitÜberraschungskarte der Wichtelei gelandet und ich darf Ihnen sagen, ich habe einen kleinen Hüpfer vollbracht ob der Froide, die Sie mir damit machten. Nein, Sie hätten wirklich nichts dazupacken müssen, auch wenn die Kadde in den tiefen Süden ging, so hätte ich nicht unbedingtens Ansichten von Hamburch gebraucht, denn auch hier haben wir Fernsehn und Internet, daher hätte ich die Bilder auch googlen können. Aber wenn ich denn nun lese, welch Opfer Sie dargebracht haben, nur um diese Wichtelei zustande zu bringen, dass Sie ausgemergelt vor Durst und Hunger drölfmillionen Kilometer auf sich nahmten bei sengender Hitze, unbarmherzig brennender Sonne und stürmischen Sandböen, um inmitten Heerscharen miefender Touristen nur für mich eine Ansichtskadde zu suchen, dann kommen vor vor Rührung die Rührungstränen.

    Wie kann ich Ihnen dies je vergelten ? Vielleicht mit einer kleinen Einladung zu meiner Flohmarkt-Verlosung ? Ich hab auch frisch geduscht und hab ein Dufte Shört an 🙂

    Übrigens lade ich Sie herzlich dazu ein, meinen letzten Bericht über Düfte durchzulesen…wir hatten hier nämlich ein Spektakel in Klein Gallien…

    Wünsche Ihnen und dem Hasenmann eine erbauliche und kühle Woche und sende herzliche Dankesgrüße!

    Eve

     
  2. nebelschwaden

    19. Juli 2010 at 13:22

    Nun machen’se sich aber schon ein klein wenig lustig über mich, oder? Aber egal – ist halt so – manchmal ist Frau Nebelschwaden einfach nur paddelig. Gestern zum Beispiel wollte sie die Tischsets nur ausschütteln und hat sie dann doch kurzerhand im hohen Bogen über den Balkon geworfen. Und wer durfte sich im Gebüsch 2 1/2 Stockwerke tiefer die Arme aufkratzen? Der Hasenmann, wer sonst!

    Ach apropos: Mein Hasenmann kann viel besser zaubern als Ihr werter Gatterich. Der Hasenmann kann nämlich nicht nur machen, das die Luft riecht – er kann sogar machen, dass die Luft nach Hase riecht. Nach ’nem gaaaaaaanz großen Hasen, wenn’se verstehen, nech?

    Freut mich aber, dass Sie ein klein wenig Gefallen an meinem verfehlten Thema finden konnten. Ich stöber Ihren Flohmarkt auf alle Fälle noch einmal durch, vielen Dank für die Einladung.

    Und auch Ihnen tief im Süden eine schöne Woche und herzliche Grüße aus dem sich wieder stetig erwärmenden Hamburg.

     

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