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Archiv für den Monat Dezember 2011

Nachts im Mietshaus 3.0

Die Serie (1.0 und 2.0) wird vorgesetzt. Nur der Ort des Geschehens hat sich geändert.

Dieses Mal waren wir es, die Besuch von der Polizei bekamen – morgens um halb sechs, als wir noch tief und fest und seelig schlummerten.

Grund war nicht – wie man im ersten Moment durchaus vermuten könnte – mein lautes Schnarchen, von dem sich ein Nachbar hätte gestört fühlen können.

Der Zeitungsbote, der so freundlich ist und uns jeden morgen unsere Zeitung vor unsere Wohnungstür im 2. OG legt, war beunruhigt, weil unsere Wohnungstür göffnet war. Da die Polizeistation nun auch noch genau gegenüber liegt, hat er sich also entschlossen, dort vorstellig zu werden.

Ich selbst hab das ganze Geschehen erst ab dem Moment wahrgenommen, als der Hasenmann einem wahren Manne gleich aus dem Bett sprang und in einer Pose, die verriet, dasss er mit allem rechne und für alles gewappnet sei, in unseren Flur rannte – im Schlafanzug wohlgemerkt. Ob er heute Nacht Socken trug, kann ich Ihnen gar nicht mit Sicherheit sagen. Wundern täte es mich aber nicht – wir haben jetzt ja auch Gardinen (wir sind jetzt groß und deshalb Spießer).

Im ersten Moment hab ich auch mit dem Kopf geschüttelt, warum man wegen einer offenen Wohnungstür denn gleich die Polizei rufen muß, aber im Grunde hat er – der Zeitungsbote – ja genau richtig gehandelt. Schließlich kann er ja nicht ahnen, was hinter der Tür gerade vor sich geht. Die Wahrscheinlichkeit, in einer Stadt wie der unsrigen, böse Buben auf frischer Tat zu erwischen, die einen dann (bestenfalls) über den Haufen rennen, ist so gering schließlich nicht.

Unser aufrichtiger Dank an diesem 01.12.2011 gilt also einem couragierten Zeitungsboten, der Augen und Ohren offen hält, dem seine Mitmenshen nicht komplett egal sind und der sich jeden Morgen die Mühe macht, uns unsere Zeitung genau vor die Wohnungstür im 2. OG zu legen.

Vielen herzlichen Dank!

Bitte nehmen Sie doch wenigstens in diesem Jahr unser kleines Dankeschön, dass wir Ihnen zu Weihnachten oder Silvester vor die Tür legen, mit.

Und uns, mein lieber Hasenmann, wünsche ich mal wieder eine Nacht, in der wir ungestört durchschlafen können. In der Nacht zuvor sind wir nämlich zehn vor drei aus unseren Träumen gerissen worden als gegenüber im Discounter die Alarmanlage losging.

 
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Verfasst von - 1. Dezember 2011 in Das Leben und wir

 
 
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